Nachdem Spotify vorgestern in Deutschland gestartet ist, konnte ich mir einen Test nicht nehmen lassen. Immerhin ist es ein hochgelobter Streaming-Anbieter.

Vorab: Ich bin Neuem eigentlich immer sehr positiv aufgeschlossen und gebe dem Ganzen eine faire Chance. Wirklich genutzt hat sie Spotify jedoch nur bedingt, aus dem 48h Testangebot wurden bei mir nur knapp 10 und schon hörte ich die erste Werbung.
Da ich das „Alternative“-Radio laufen lasse, war ich natürlich von der ersten Werbung sehr überrascht, da tönte plötzlich „Farid Bang“ – ein Rapper – aus meinen Kopfhörern. Wieso hier nicht gezielter geworben wird ist auch schnell klar, denn die Werbungen wiederholen sich sehr schnell. Ich habe nun schon innerhalb von wenigen Stunden mehrere Male dieselbe Werbung gehört.

Das Musikangebot ist sehr gut, aber bei 16 Millionen Songs auch kein Wunder. Leider habe ich meine absolute Lieblingsband (Poets of the Fall) zwar gefunden, das Songangebot ist jedoch sehr, sehr mager (Es sind von 3 Alben gerade mal 2 Lieder verfügbar). Dasselbe hat sich dann bei anderen Bands fortgesetzt, aber dasist eben das Dilemma bei eher unbekannten Bands. Dass aber z.B. AC/DC nicht verfügbar ist, wundert mich hingegen schon.
Trotzdem gerade für „Normalhörer“ eine sehr gute Alternative zu iTunes und CDs.

Durch das Radio habe ich jedoch schon einige neue interessante Lieder entdecken können:
Theory Of A Deadman
O.A.R. – Shattered [Turn The Car Around]
Panic! At The Disco – The Ballad Of Mona Lisa
Taking Back Sunday – Liar [It Takes One To Know One]
Jet – Cold Hard Bitch

Die Anbindung an Facebook ist meines Erachtens kein Problem, denn alleine durch die Anmeldung bei Facebook selbst hat man datentechnisch schon alles falsch gemacht.
Einige Freunde haben mich zwar verwundert gefragt ob ich denn wüsste, dass das bei mir alles im Profil steht… ja, das ist mir schon klar. Das ist doch der eigentliche Sinn von Spotify – GEMEINSAM hören. Dass das in Deutschland Erfolg haben wird wage ich allerdings stark zu bezweifeln, denn dafür sind die meisten Deutschen einfach zu verklemmt. Man kann das „frictionless sharing“ übrigens auch deaktivieren, nur so am Rande.

Alles in Allem auf jeden Fal ein guter Youtube Ersatz, wenn man mal ein Lied hören möchte, ohne es zu kaufen.

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